Warum der Weg zu Selbstvertrauen mehr ist als nur Pauken
Wenn Jugendliche plötzlich keine Lust mehr auf Schule haben, liegt das selten nur an Mathe oder Vokabeln. Meist steckt viel mehr dahinter – Stress, Selbstzweifel, neue Gefühle, der Wunsch nach Unabhängigkeit. Und wir Eltern stehen daneben und wissen nicht so recht, wie wir helfen können.
„Mama, lass mich doch in Ruhe! Ich weiß eh, dass ich lernen muss.“ – Die Tür knallt, und zurück bleibst du als Mutter, die nicht mehr weiter weiß. Dein Kind sitzt in seinem Zimmer, scrollt durch TikTok, während die Schularbeit morgen ansteht.
Genau solche Szenen kennen viele Familien. Jugendliche sind aus den Kinderschuhen rausgewachsen – sie suchen ihre Freiheit, ihre erste Beziehung, ihre Freunde. Schule rutscht da leicht nach hinten, bis dann doch der Druck zu groß wird.
Wenn Lernen Nebensache wird
Jugendliche kämpfen nicht nur mit Mathe oder Englisch. Sie erleben sich selber neu, vielleicht kämpfen sie mit ihrer Identität: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Sie wollen selbstständig oder einfach anders sein – und reiben sich in erster Linie an den Eltern. Lernprobleme sind dann oft nur das sichtbare Symptom. Hinter dem „Keine Lust“ steckt manchmal Überforderung, Angst, manchmal schlicht der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung.
Manchmal ist es auch der Wunsch, dass wir Eltern ihnen mehr vertrauen – und ihnen sogar einen bunten Strauß Vertrauensvorschuss geben. Aber können wir das? Was brauchen wir dazu?

Was Lerncoaching anders macht
Im Lerncoaching geht es nicht darum, Jugendliche zu verbiegen oder „passend“ zu machen. Es geht darum, ihnen Raum zu geben. Die Teens lernen, wie sie ihren eigenen Weg finden können – beim Lernen, aber auch im Alltag. Strategien gegen Aufschieberitis, Techniken für bessere Organisation, Tools, um sich auch in stressigen Prüfungszeiten zu fokussieren. Das alles bringt Sicherheit und Motivation – und zeigt ihnen: „Ich kann selbst etwas verändern.“
Warum ein Prozess und keine Kurzlösung
Zwei Sitzungen ändern keine Gewohnheiten, die sich über Jahre aufgebaut haben. Wir brauchen Zeit, um auszuprobieren, Rückschläge zu erleben und wieder aufzustehen.
So wie die Pubertät selbst ein Prozess ist, ist auch im Coaching Raum dafür. Erst wenn Routinen entstehen, Selbstvertrauen wächst und die Familie neue Muster gefunden hat, zeigt sich die nachhaltige Veränderung.
Mehr als Nachhilfe
Nachhilfe füllt Wissenslücken. Lerncoaching dagegen schaut hinter die Kulissen: Was blockiert? Welche Ressourcen sind da – und wie lassen sie sich wecken? Es ist nicht nur ein schulisches, sondern ein persönliches Wachstum. Lerncoaching ist ein Teil meines ganzheitlichen Angebots, das Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, ihre eigenen Potenziale zu entfalten.
Mein Zugang und warum Eltern Teil des Prozesses sind
Für uns Eltern ist das Zusammensein mit Teenagern nicht immer leicht. Wir erleben das Zurückziehen, den Widerstand, manchmal auch die Verweigerung und das kann richtig wehtun.
Deshalb ist mir wichtig, Eltern mit ins Boot zu holen – nicht, damit sie mehr Druck machen, sondern damit sie lernen, dass sie immer mehr loslassen dürfen. Wenn Jugendliche die Verantwortung übernehmen, dürfen Eltern wieder in eine entspanntere Rolle gehen. Dann spüren sie Entlastung, Vertrauen wächst zurück, und das Zuhause wird wieder ein Stück weit lebenswerter.
Auch für mich war dieser Prozess Teil meiner Entwicklung als Mutter und heute kann ich sagen, dass auch ich mich weiterentwickelt habe und das Loslassen meiner Beziehung mit meinen Kindern gut tut.
Ich begleite Jugendliche genau in dieser herausfordernden Lebensphase: zwischen Schule, Selbstfindung und die ersten Schritte in die Eigenständigkeit.
Möchtest du, dass dein Kind wieder mit Leichtigkeit lernt? Schreib mir eine Nachricht für ein unverbindliches Kennenlernen. Jetzt Termin anfragen
Dagmar Lüdke
FAQ`s
Was ist der Unterschied zwischen Lerncoaching und Nachhilfe?
Während klassische Nachhilfe fachliche Lücken in einem bestimmten Fach (z.B. Mathe) schließt, setzt Lerncoaching bei den Ursachen an. Wir arbeiten an Lernstrategien, Motivation, Zeitmanagement und Prüfungsangst. Das Ziel ist „Hilfe zur Selbsthilfe“, damit das Kind langfristig wieder Freude am eigenständigen Lernen findet.
Für wen ist professionelles Lerncoaching geeignet?
Es ist ideal für Schülerinnen und Schüler, die trotz Fleiß keine guten Noten schreiben, unter Prüfungsangst leiden, unmotiviert sind oder keine passende Lernstruktur finden. Auch bei familiären Konflikten rund um das Thema Schule bietet Lerncoaching eine wertvolle Entlastung.
Wie viele Einheiten Lerncoaching sind sinnvoll?
Lerncoaching ist als Kurzzeit-Begleitung konzipiert. Oft zeigen sich schon nach 3 bis 5 Einheiten deutliche Veränderungen in der Einstellung und im Lernverhalten. Die genaue Dauer richten wir individuell nach den Bedürfnissen deines Kindes aus.h.
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Im unverbindlichen Erstgespräch lernen wir uns kennen. Wir besprechen die aktuelle Situation, die größten Herausforderungen und die Ziele. Mir ist wichtig, dass sich vor allem das Kind wohlfühlt, da Vertrauen die Basis für jeden Lernerfolg ist.