Wenn der Wald beginnt zu sprechen – Wie mich „Das geheime Leben der Bäume“ zu Waldcoaching inspiriert hat – Ein persönlicher Weg
Ein persönlicher Blog über Verbundenheit, Familie und den leisen Zauber des Waldes.
Es gibt Filme, die man sieht – und es gibt Filme, die etwas im Inneren nachhaltig bewirken. Für mich war „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben genauso ein Film.
Ich bin grundsätzlich ein sehr naturverbundener Mensch, aber dieser Film ließ in mir nochmals mehr Tiefe und Wissen entstehen. Er zeigt:
- Wie Bäume miteinander kommunizieren.
- Wie sie sich versorgen, schützen, warnen.
- Wie jeder einzelne Baum wichtig ist – und zugleich nur im Netzwerk wirklich aufblüht.
Irgendwann kam mir dieser Gedanke, der mich bis heute begleitet: „Genau so funktionieren Familien.“
🌲 Wenn der Wald zum Spiegel unseres Familiensystems wird
Bäume, Pflanzen, Tiere, Pilze – alles steht miteinander in Beziehung. Im Wald ist nichts isoliert. Ein umgestürzter Stamm, ein verletzter Ast, ein Mangel an Licht – alles wirkt auf das ganze System. Wie bei uns Menschen. Und genau das macht ihn zum perfekten Ort für systemisches Coaching:
- Wenn ein Kind kämpft, spürt es die ganze Familie.
- Wenn eine Mutter müde oder überlastet ist, verändert das das Miteinander.
- Wenn ein Elternteil außer Balance gerät, spüren es alle.
Was du im Wald wahrnimmst, spiegelt, wie du dich in deinem eigenen System – deiner Familie, Partnerschaft, Arbeit – bewegst.
💚 Warum Coaching im Wald so tief wirkt
Schon wenn wir die ersten Meter vom Parkplatz Kuhheide in Richtung Wald spazieren, verändern wir unser Nervensystem: Unser Atem und unser Puls passen sich unseren Bewegungen an, Gedanken werden klarer und plötzlich hören wir wieder das, was wirklich wichtig ist – unsere innere Stimme.
Denn der Wald ordnet. Er beruhigt. Stellt Fragen, ohne ein Wort zu sagen.
Er bewertet nicht, er hört einfach zu. Er zeigt, wo etwas fließt – und wo es eng wird.
Genau das nutze ich in meinen Waldcoachings: die Sprache der Natur, um das eigene Leben wieder in Balance zu bringen.
🪵 Familienstrukturen mit Naturmaterialien sichtbar machen & Wege und Gabelungen im Wald als Metaphern
Mit einfachen Naturmaterialien entsteht ein Bild der Beziehungen – wer steht wo, wer ist zu nah, wer zu weit. Diese kleine Aufstellung im Wald öffnet oft tiefe Erkenntnisse, mit Leichtigkeit und ohne dass viel besprochen werden muss.
- „Hier stehe ich.“
- „Hier sind meine Kinder.“
- „Das fühlt sich zu nah an.“
- „Da drüben ist zu viel Abstand.“
Wenn wir beginnen, die Positionen zu verändern, uns selbst an einen neuen Platz stellen, passiert etwas: Leichtigkeit entsteht. Nicht, weil jemand etwas „macht“, sondern weil das System sich neu ordnet – sanft, spürbar, heilsam.
Das ist für mich das Hilfreiche im Wald – er spricht in Bildern und macht sie begreifbar.
So können Wege, Gabelungen oder auch Hindernisse das Sichtbarwerden von Zielen erleichtern. Ein schmaler Pfad, der sich öffnet. Eine Gabelung, die zwei Richtungen anbietet. Ein umgestürzter Baum, der wie eine Grenze wirkt. Ein Sonnenfleck, der wie ein Ziel strahlt.
An solchen Stellen bleiben wir dann automatisch stehen und für mich ist es dann oft, als ob der Wald zu uns spricht: „Das hier bist du. Und das hier ist dein Weg.“
Gemeinsam reden wir dann darüber, was diese Wege symbolisieren: welcher einlädt, schwer aussieht, neugierig macht oder eine Portion Mut braucht. Der Wald zeigt das Ziel – sanft, deutlich, auf eine sehr natürliche Weise.
🌿 Meine eigene Verbindung zum Wald
Ich bin regelmäßig mit meiner Hündin im Wald unterwegs. Manchmal begegnen wir Rehen, Hasen – und diesen Herbst sogar einer ganzen Rotte Wildschweine! 🐗
Oft bleiben wir einfach stehen und lauschen.
Die Stille, das Rascheln, das Licht zwischen den Bäumen – das alles erdet mich und verbindet mich mit etwas Größerem. Dort kann ich meine Gedanken loslassen, neue Ideen und Kraft schöpfen.
💫 Einladung
Ein 90-minütiger Waldspaziergang kann der Anfang deiner Veränderung sein. Sicher dir jetzt deinen Termin für ein Waldcoaching bei Gießhübl und finde deine innere Balance wieder.
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Dagmar Lüdke
FAQ´s
Was genau passiert bei einem Waldcoaching?
Beim Waldcoaching nutzen wir die Natur als Resonanzraum. Während wir gehen, nutzen wir die Umgebung, Wege oder Naturmaterialien, um innere Themen und Familienstrukturen sichtbar zu machen. Die Bewegung und die Waldatmosphäre helfen dabei, das Nervensystem zu beruhigen und den Kopf für neue Lösungen freizubekommen.
Für wen ist Waldcoaching geeignet?
Es ist ideal für Menschen, die sich in ihrem Alltag überlastet fühlen, Klarheit in familiären oder beruflichen Systemen suchen oder eine Alternative zum klassischen Coaching im Büro wünschen. Besonders bei Themen wie Stress, Neuorientierung oder Erschöpfung wirkt die Natur unterstützend.
Wo findet das Waldcoaching statt?
Mein Waldcoaching findet primär im Wienerwald statt, oft starten wir beim Parkplatz Kuhheide in Gießhübl (Bezirk Mödling). Die ruhige Umgebung dort bietet die perfekte Kulisse für tiefe Coaching-Prozesse.
Wie lange dauert eine Einheit und was muss ich mitbringen?
Eine Einheit dauert in der Regel 90 Minuten. Du benötigst lediglich wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk. Da wir uns in moderatem Tempo bewegen, ist keine besondere sportliche Kondition erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Waldcoaching und einem normalen Spaziergang?
Während ein Spaziergang der Entspannung dient, ist das Coaching ein gezielter Prozess. Als systemischer Coach begleite ich dich mit Impulsfragen, Übungen zur Wahrnehmung und Aufstellungen mit Naturmaterialien, um konkrete Lösungen für deine Anliegen zu erarbeiten.