Warum tu´ ich was ich tu´? Was mich antreibt: Neugierde statt Druck

Motivation – Lernen ohne Druck

Viele Schüler*innen, die ich begleite, haben vorrangig Motivationsprobleme. Eltern erzählen mir oft: „Mit Hobbies könne sie sich stundenlang beschäftigen.“ Ja, oft haben diese Kinder ein immenses Wissen drin, das uns Erwachsene ins Staunen versetzt. Genau diese Energie ist es, will ich nicht übergehen, sondern sie nutzbar machen.

Denn diese Motivation, diese Freude am Lernen zu erfahren, ist Antrieb und kann andere Bereiche, die stiefmütterlich behandelt werden, mitziehen. Dieser Transfer aus Sport, Interessen oder Lieblingsthemen kann Berge versetzen. Mein Part ist es, dafür Wege aufzumachen und wenn das gelingt, ist es ein wunderbarer Moment.

Und meine Schulkarriere?

Ich war nie extrem gut oder extrem schlecht in der Schule. Leistungsmäßig bin ich „mitgesegelt“. In Latein und Englisch musste ich immer mehr tun, um meinen 4er zu halten. In Mathe war ich in der Oberstufe begeisterungsfähig und habe sogar mündlich maturiert. Französisch, meine absolute Lieblingssprache, lerne ich bis heute freiwillig. Mit dem Lernen dieser Sprache habe ich verstanden, was „intrinsische Motivation“ heißt.

„Intrinsisch Lernen“ heißt: Du lernst, weil das Lernen selbst für dich sinnvoll, spannend oder befriedigend ist – nicht in erster Linie, weil es eine Note, Lob, Druck, Strafe oder eine Belohnung gibt.

Lernen aus eigenem Antrieb. Wie  herrlich das ist, wenn Üben nicht Pflicht ist, sondern wirklich Spaß macht!

Was mich antreibt: Meine Liebe zu Sprachen entdeckte ich durch Französisch – ganz ohne Druck, nur aus Neugierde.

„Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir“

So als Spruch würde ich das nicht stehen lassen. Ein Teil stimmt natürlich aber vieles lernen wir tatsächlich nur für die Schule oder für bestimmte Lehrer*innen. Das sind dann diese ganz besonderen Lehrerkräfte, die es schaffen, ihre Schüler*innen dort abzuholen, wo sie stehen. Die sie annehmen, wie sie sind und sie fördern, wo sie Unterstützung brauchen.

Bleibt neugierig!

Mein Antrieb ist: Unsere Kinder sollen sich die Neugierde auf Neues bewahren. Die Freude, etwas Neues ins Leben zu holen, offen auf Neues zu reagieren und Interesse zu entwickeln. Wenn ich nur ein paar Schüler*innen bei dieser Entwicklung helfen kann, habe ich meine Aufgabe erfüllt. Das macht mich glücklich!

Offene, interessierte junge Menschen können sich dann ihre eigene Meinung bilden, ihre Werte vertreten und selbstverantwortlich entscheiden. Wenn das unsere nächsten Generationen, ist unsere Erde in guten Händen!

Und was ist mein nächstes Lernziel? Meine Lern-App am Handy zu aktivieren und für meinen Schwedenurlaub ein paar Brocken Schwedisch lernen!

Dagmar Lüdke


FAQ`s

Warum ist Lernen ohne Druck so wirksam?

Weil Motivation von innen kommt. Sobald Kinder erleben, dass Lernen spannend und bedeutsam sein kann, entsteht Energie, die in andere Bereiche „mitzieht“.


Wie merken Eltern, dass ihr Kind unter Druck leidet?

Wenn Lernfreude fehlt, Aufgaben zur Belastung werden oder Wissen nur fürs „Überleben in der Schule“ gespeichert wird. Gleichzeitig sieht man, wie leicht dieselben Kinder in ihren Interessen aufblühen.


Wie fördert man Lernen ohne Druck im Alltag?

Indem man an Stärken anknüpft. Themen, die Kinder lieben, können Türen öffnen und helfen, auch schwierige Fächer leichter anzugehen.


Welche Rolle spielt die Lehrperson beim Lernen ohne Druck?

Eine große. Lehrkräfte, die Kinder ernst nehmen, sie dort abholen, wo sie stehen, und Lernwege anpassen, schaffen Räume, in denen echte Lernfreude möglich ist.


Warum ist Neugierde beim Lernen so wichtig?

Neugierde ist der Motor für selbstbestimmtes Lernen. Sie macht Lernen leicht, lebendig und nachhaltig – und sie hilft Kindern, eine eigene Meinung und innere Stärke zu entwickeln.

Lass uns gemeinsam einen Weg finden, der für dich und deine Familie funktioniert. Melde dich für ein unverbindliches Erstgespräch.